Die Gegner des Pleomorphismus: Die Monomorphisten

Einer der wesentlichsten Gegner Bechamp’s war der französische Chemiker Louis Pasteur. Er wandte sich vehement gegen das pleomorphistische Gedankengut Bechamp’s. Pasteur gelang es, durch Autorität und grosse finanzielle Mittel, die Bechampsche Auffassung noch zu dessen Lebzeiten völlig auszuschalten, sowie den Monomorphismus als Grundlage der Mikrobiologie durchzusetzen.

Der Monomorphismus besagt, dass alle Mikroben ausschliesslich in feststehenden Arten und Formen existieren, sich als solche fortpflanzen und als Erreger jeweils spezifische Krankheiten verursachen. Auch der französische Forscher Claude Bernard wurde von Pasteur in die Schranken verwiesen. Dieser formte einen in der Welt der Pleomorphisten sehr bekannten Ausspruch „Le microbe n’est rien, le terrain c’est tout“ was auf deutsch soviel bedeutet wie „die Mikrobe ist nichts, dass Milieu, in dem sie lebt, ist alles“.

Diese Erkenntnis Bernard’s wurde von den Anhängern Pasteurs vehement verdrängt.
So wie Bernard oder Bechamp erging es seit Anbeginn der Forschung im Dunkelfeldmikroskop unter Berücksichtigung des Pleomorphismus vielen Forschern. Zwei dieser Forscher gebührt besondere Aufmerksamkeit, hatten sie doch ihr gesamtes Leben der Dunkelfeldblutmikroskopie gewidmet: Günther Enderlein und Dr. phil. Wilhelm von Brehmer.